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Apr 2021

Wiege von Starnberg: neueste kreative Zwischennutzung von ehret+klein

Wiege von Starnberg: neueste kreative Zwischennutzung von ehret+klein

Auf dem Grundstück an der Bahnhofstraße 1+3/Ecke Bahnhofsplatz in Starnberg wurde im Auftrag von Projektentwickler ehret+klein das Kunstprojekt „Wiege von Starnberg“ errichtet. Bei dieser begehbaren, magentafarbenen Großskulptur handelt es sich um ein Werk von Architekturkünstler Andreas Sarow – auch bekannt für „Die letzte Bastion“ in Starnberg aus dem Jahr 2019.

Die zehn Meter hohe Kunstinstallation wurde am 30. April 2021 von Bürgermeister Patrick Janik, Erster Bürgermeister der Stadt Starnberg, Andreas Sarow, Künstler, sowie von Initiator, Michael Ehret, Geschäftsführender Gesellschafter ehret+klein, offiziell eingeweiht. 

Mit dem begehbaren Kunstprojekt soll der zuletzt als provisorischer Parkplatz genutzte Standort in Vorbereitung auf die künftige Neuentwicklung durch ehret+klein zu neuem Leben erweckt werden. Starnberger Bürger wie auch Tagestouristen können diese Skulptur begehen und den Ort aus unterschiedlichen Perspektiven wahrnehmen. Der Öffentlichkeit wird die Kunstinstallation in den kommenden Tagen zugänglich gemacht. Ebenfalls sind in Kooperation mit der Kunst- und Kulturszene Aktionen sowie verschiedene Events auf dem Areal geplant. 
Ziel dieser temporären künstlerischen Zwischennutzung ist es, den klassischen Werdegang von Bau, Nutzung und Abriss von Immobilien zu unterbrechen und ihren tieferen Charakter überzeichnet freizulegen.
Die Verknüpfung von Kunst und Projektentwicklung schafft dabei wertvolle Synergien. Für Künstler und Kreative stellt dieser Freiraum eine Plattform für mehr Sichtbarkeit dar. Dank ihrer Präsenz und kreativen Arbeit beleben sie gleichzeitig einen Platz für die Anwohner und Nachbarn. Ein zuvor verlassenes und weg ansprechendes Areal wird so zu einem interessanten und attraktiven Ort der Begegnung und des Aufenthalts. 


Zur Namensgebung „Wiege von Starnberg“

Der Name „Wiege von Starnberg“ stellt einen Bezug zur historischen Entwicklung des Grundstückes und des benachbarten historischen Lochmann-Anwesens (Baujahr etwa 1520) her. Es ist das älteste Haus in Starnberg und befindet sich auf dem Museumsgelände.
Zusätzlich spielt der Name auf den Beginn eines neuen Aufenthaltsortes in Starnberg an. Der sich mit dieser begehbaren Kunstinstallation zu einem beliebten Ort mit hoher Aufenthaltsqualität für Anwohner und Touristen entwickelt, so wie es für die zukünftige Immobilie vorgesehen ist.
 

Idee des Museumsquartiers soll nach der Zwischennutzung Formen annehmen. 

Im Anschluss der Zwischennutzung, die für etwa 12 bis 15 Monate bestehen bleibt, ist der Bau eines mischgenutzten Quartiers geplant. Der neue Stadtbaustein wird vielfältige Nutzung vereinen und eine hohe Aufenthaltsqualität haben. In dieser Lage bieten sich Angebote für Bildung, Kultur und Wissensvermittlung an. Zusätzlich runden Gastronomie und Mobilitätsangebote das Projektkonzept in den unteren Geschossen ab. In den Obergeschossen ist ein modernes Wohnkonzept angedacht. Eine öffentlich-zugängliche Durchwegung soll zusätzlich die Verbindung zum Starnberger Museum schaffen und dessen Sichtbarkeit stärken.
Die Planungsideen werden nun in den kommenden Wochen mit den Gremien der Stadt und anschließend mit der Öffentlichkeit diskutiert, um eine nachhaltige Stadtentwicklung zu gewährleisten.

Informationen zum Künstler 

Andreas Sarow wurde 1974 in Pforzheim geboren. Er studierte von 1995 bis 2000 unter Professor Hans Klumpp Architektur in Stuttgart. Seit 2015 sorgt er mit zahlreichen urbanen Kunstprojekten für bundesweite Aufmerksamkeit. 
Der Architektur-Künstler aus Pforzheim richtet sein Augenmerk auf die künstlerische Auseinandersetzung mit Bestandsgebäuden, die sich durch ihren auffälligen und unkonventionellen Charakter auszeichnen. Hierbei verfolgt Sarow die Intension, auf überzeichnete Weise die Charakteristika eines Standortes hervorzuheben und durch die temporäre Umwidmung den klassischen Werdegang von Bau, Nutzung und Abriss von Immobilien zu unterbrechen, um diese in einen neuen Kontext zu transferieren.